Lebens–Räume
statt Alpträume
Welche Räume stehen mir als Überlebende zur Verfügung?
Bei der Imaginationsübung Der innere Garten geht es um die Gestaltung eines eigenen Wunschraumes und die damit verbundene Frage, wie mein optimaler Raum überhaupt aussehen soll?
Um zu überleben, blieb mir als Kind nur die Flucht vor dem Täter und die Hilfe und Unterstützung wohlmeinender Erwachsener, nachdem ich vorher nicht einmal in der Schule Hilfe bekam. Mein Lebensraum war geprägt von Gewalt, Ausbeutung und Isolation.
Folgerichtig setzte ich mich später in Selbsthilfegruppen und Therapie nicht nur mit meinem eigenen Thema auseinander, sondern auch mit den gesellschaftlichen Strukturen in Deutschland.
Was wird von mir erwartet und wie will ich eigentlich leben?
Wünsche wahr werden lassen

Ein ganz kleiner Teich, wenn ein großer nicht zu realisieren ist. Pflanzen ins Zimmer holen, wenn die Stadt einen zu ersticken droht. Kreativität trotz(t) Trauma und gesellschaftlichen Zwängen: bunte Zimmerwände, Lieblingscafé, freundliche Anlaufstellen…
Wünsche im kleinen wahr werden zu lassen, ist der Anfang eines Weges. Dazu gehören notfalls auch Zettel an übersichtlichen Stellen, die mich z.B. an Big Hotline, Mieterverein oder ganz allgemein an meine Grundrechte erinnern.

Lebenskonzepte entwerfen
In Ecuador und Bolivien wurde Buen Vivir – das Recht auf ein gutes Leben in die Verfassung aufgenommen. Auch Projekte wie das Bedingungslose Grundeinkommen und Ideen, die sich kritisch mit den herrschenden Ungerechtigkeiten von Landbesitz und Erbschaftsrecht (Arte TV: Gehört das Erbe abgeschafft?) auseinander setzen sowie Menschen, die Alternativen mutig umsetzen, wie in der Dokureihe Plan B vorgestellt wird, faszinieren mich.

