Über mich

Über mich

Mein erster Wettbewerb

Als ich 13 Jahre alt war, sollten wir in der Schule einen Text über einen Ausflug schreiben. Der beste Aufsatz sollte in der Gemeindezeitung von Bad Salzschlirf, wo ich damals lebte, veröffentlicht werden.

Ich gewann den ersten Wettbewerb meines Lebens und mein Text wurde veröffentlicht. 

Da ich in Bad Salzschlirf nicht mehr in meiner eigenen Familie sondern zu meinem Schutz in einer Pflegefamilie lebte, war es für mich ein einschneidendes Erlebnis, dass andere Menschen sich für meine Kreativität interessierten.

Mit Kunst und Kreativität meine Grundrechte zurück erobern

Wegen der Erlebnisse in meiner Herkunftsfamilie musste ich mit 25 Jahren eine Therapie beginnen, in deren Verlauf ich auch zu zeichnen und malen begann. Später kam meine Freude an der kreativen Raumgestaltung hinzu.

Das Schweigebebot der Täter brechen

Ich erkannte, dass schreiben, zeichnen, malen und andere Formen der Kreativität und Kunst zu meinem Leben gehören und ein Teil von mir sind.

Mit Kunst und Kreativität gestalte ich nicht nur meinem Alltag sondern verarbeite auch meine traumatischen Erlebnisse, nämlich die männliche Gewalt und Übergriffigkeit, der ich seit meiner Kindheit ausgesetzt war.

Ich lernte, dass ich das Recht habe, mich dagegen zur Wehr zu setzen. 

Zum Glück brechen immer mehr überlebende Frauen von sexueller/häuslicher Gewalt das Schweigegebot und setzen sich verbal und kreativ mit ihren traumatischen Erlebnissen auseinander.

Mein Körper gehört mir

Im Jahr 2017 unterstützte mich der 2013 gegründete Hilfefond „Fond Sexueller Missbrauch“ (FSM) finanziell, so dass ich mich mit Künstlerbedarf und anderen Werkzeugen  gut ausstatten konnte.

2024 hatte ich das große Glück, beim FrauenComputerZentrum Berlin (FCZB) eine Fortbildung für chronisch kranke Frauen beginnen zu können, zu der neben Bildbearbeitung auch Websitegestaltung mit WordPress gehörte. 

Aus all diesen Ereignissen entstand „Kunst gegen sexuelle und häusliche Gewalt“. 

Im Laufe meiner künstlerischen Entwicklung habe ich an verschiedenen Ausstellungen und Gemeinschaftsprojekten teilgenommen:

Wildwasser Berlin (Ausstellung zum Thema sexueller Missbrauch sowie Texte in der Schriftenreihe Namenlos) 
Frauen*Nachtcafé Berlin (Einzelausstellung)
Kreuzberger Stadtteilzentrum Berlin (Ausstellung im Rahmen einer Gruppe Porträt zeichnen)
Aktiv gegen sexuellen Missbrauch an Kindern Freiburg (2 Video-Gemeinschaftsprojekte, wie z.B. die „Osteraktion“)